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The Wrong Side of Famous - Druckversion

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The Wrong Side of Famous - grumpy - 07.03.2026

Wade
Whitfield
I used to believe a good song could change the world. These days I figure if it saves one evening, that's plenty.
name
wade whitfield

age
44 years

occupation
guitar teacher and bar musician

home
east nashville

face claim
scoot mcnairy
Nashville, kurz nach Mitternacht. Die Touristen haben den Broadway noch nicht verlassen, aber Wade Whitfield hat aufgehört, sie wahrzunehmen. Er spielt sein letztes Set des Abends - drei Akkorde, ein Refrain, den er vor zwanzig Jahren geschrieben hat und der noch immer besser ist als alles, was gerade im Radio läuft. Niemand im Raum weiß davon. Vielleicht ist das die Pointe. Vielleicht ist es auch nur die Wahrheit.

Wer ist Wade? Wade ist einer derjenigen, die Nashville kannten und lebten, bevor es hip war. Aufgewachsen in Donelson, groß geworden auf den Bühnen des Lower Broadway, kurz berühmt und dann vergessen auf eine Art, die keine große Tragödie war, nur eine lange und stille Enttäuschung. Sein Debutalbum Gravel & Grace lief 2001 im Radio hoch und runter. Sein zweites Album interessierte niemanden. as Label ließ ihn fallen. Die Ehe zerbrach. Der Alkohol half für eine Weile, doch dann nicht mehr.

Heute ist er 44, gibt Gitarrenunterricht in East Nashville und spielt am Wochenende für Trinkgeld in diversen Bars. Er schreibt noch immer Songs, füllt ganze Notizbücher, zeigt sie niemandem. Seit drei Jahren ist er trocken und seit Kurzem glaubt er wieder - leise, fast beschämt, wie ein Gebet, das man nicht laut ausspricht - dass vielleicht noch etwas in ihm steckt, das es wert ist, gehört zu werden.

Wade ist kein Mensch großer Gesten. Er zeigt Zuneigung dadurch, dass er auftaucht. Er ist verbittert, aber nicht hoffnungslos. Er hat einen trockenen Humor, den er als Schutzschild benutzt und einen Blick, der mehr in sich trägt, als Wade es mit Worten tut.

Wo findet man Wade? Wade ist ein Mensch der Gewohnheiten und fester Orte - wer ihn treffen will, weiß, wo er zu finden ist.

Er frühstückt fast täglich im Biscuit Love in The Gulch am Tresen. Allein mit einem Notizbuch und einer Tasse Kaffee. Freitagsabends spielt er im The Low Light auf dem Lower Broadway, der Bar seines Kumpels Hank - nicht als Headliner, sondern als einer von vielen. Tagsüber gibt er Gitarrenunterricht bei sich zu Hause in der Ordway Street, East Nashville oder in einem Musikgeschäft in Five Points. Einmal in der Woche kann man ihn in einer AA-Gruppe in einer Methodistenkirche in East Nashville treffen, wo er wenig sagt. Die neuen Rooftop-Bar und das glitzernde Touristen-Nashville meidet er - nicht aus Snobismus, sondern weil gewisse Erinnerungen weh tun.

Mögliche Anschlüsse Wade ist offen für Begegnungen aller Art - hier sind ein paar Szenarien,die ich mir vorstellen kann, ich freue mich aber auch sehr über eigene Ideen:

Musikszene & Vergangenheit Alte Wegbegleiter aus Wades Karrierejahren, Session-Musiker, die ihn noch von früher kennen, jemand der seinen großen Hit Driving Toward Nothing noch im Kopf hat und ihn nach Jahren zufällig wieder trifft. Junge Songwriter die ihn bewundern, fürchten oder beides. Menschen die wissen, was er war – und ihn damit konfrontieren, ob er es noch ist.

East Nashville & Alltag Nachbarn, andere Stammgäste im Biscuit Love, Eltern von Schülern, die er unterrichtet. Menschen, die Wade einfach als den ruhigen Mann von nebenan kennen, ohne etwas über seine Geschichte zu wissen. Diese Anschlüsse interessieren mich besonders – Wade in seinem normalen Leben, bevor alles wieder in Bewegung gerät... Oder auch nicht.

Musikindustrie Label-Menschen, Manager, Journalisten, die über die alte Nashviller Szene schreiben. Jemand der Wades Namen noch kennt und ihn aus einem bestimmten Grund aufsucht. Jemand, der etwas von ihm will – und noch nicht sicher ist, ob Wade das auch will.

Persönliche Geschichte Menschen die mit Sucht oder Trockenheit eigene Erfahrungen haben. Geschiedene Elternteile, jemand, der versucht das Verhältnis zu einem entfremdeten Kind zu reparieren. Wade trägt viel mit sich – wer ähnliche Wunden kennt, findet in ihm jemanden der zuhört ohne zu urteilen.

Wildcard Wade ist ein Beobachter. Er sitzt gerne in der Ecke, nimmt alles wahr und schreibt es später auf. Manchmal redet er mit Fremden auf eine Art, die überrascht – direkt, ehrlich, ohne die üblichen Höflichkeitsformeln. Wer einen unerwarteten Gesprächspartner sucht, ist willkommen.

Was ich suche Ich spiele Wade gerne in charaktergetriebenen Szenen spielen – Gespräche die irgendwohin führen, Momente die erst im Nachhinein ihre Bedeutung zeigen, die kleinen Dinge die mehr sagen als große Gesten. Ich bin weniger an Action oder Plot-Driven-Szenen interessiert als an echten Begegnungen zwischen Menschen die etwas mitbringen (was nicht bedeutet, dass ich an solchen Szenen überhaupt kein Interesse hätte!).

Aktivität: nach Muse, möglichst mindestens 1 Post/Wochen | Länge: variabel, Wohlfühlzone liegt bei ca. 3000 Zeichen | Ton: Realistisch, emotional, geerdet

Ich freue mich über jegliche Angebote und hoffe, dass ich mit Cole hier unterkommen kann. Ich habe auch zwei Gesuche (ein Einzelgesuch, ein Gruppengesuch) in der Hinterhand, auch wenn ich da immer vorsichtig bin und mich nicht zu sehr von diesen abhängig machen will.



RE: The Wrong Side of Famous - Leon Verhoeven - 09.03.2026

Hello Grumpy,

ich würde dir gerne ein wenig Anschluss bieten in Form von @Artemis Dawson, ich könnte mir gut vorstellen, vor allem wenn er mal im Krankenhaus gewesen ist, dass sie sich begegnet sind. Sie ist relativ offen, und vielleicht haben sie sich auch mal gemeinsam im The Gulch getroffen oder wo auch immer, kann mir vorstellen dass das passen könnte.

Und sonst hätte ich noch @Kaiden Bowen, der so ziemlich offen für alles ist, und gerade einen Hund adoptiert hat, vielleicht sind sie sich mal beim Spazierengehen begegnet?


RE: The Wrong Side of Famous - Min-seo Lee - 09.03.2026

Heyhey Smallemoji_2
also NOCH habe ich keinen Charakter in Nashville, aber ich finde die Idee um Wade herum wirklich toll.

Spontan hätte ich da ein, zwei Ideen:

#1 - The Secret Musician (mein persönlicher Favorit)
Sally war früher eine wilde Rockröhre. Bunte Haare, Pierings, laute Stimme und Leadsängerin einer kleinen nieschigen Rock-Cover-Band. Nach der Schule zerlief sich die Band allerdings nach und nach. Die einen zogen weg, die anderen wurden "erwachsen". Auch Sally wurde von ihren Eltern gebeten "etwas Vernünftiges" zu lernen. Also wurde sie Krankenschwester, heiratete, bekam ein Kind, ließ sich scheiden. Das einzige, das an das frühere Ich erinnert ist, sind die bunten Haare und wenn Sally vor sich her summt und singt. Mehr in Gedanken, denn GOTT BEWAHRE jemand hört das, dann hört sie sofort auf. Außer für ihre Tochter Grace, singt sie für niemanden mehr und manchmal vermisst sie die Zeit.
Sie könnte Wades Nachbarin sein. Ganz schlicht. Gartenzauntreffen, Gartenkäffchen... Vllt nimmt Grace bei ihm Gitarrenunterricht, weil es sich irgendwie ergeben hat. Vllt organisiert sie auch die AA mit, weil ihr Vater der Alkoholsucht erlag und sie nun helfen will, dass andere Familien nicht genauso auseinander gerissen werden. Vllt kennt Sally Gravel & Grace noch, aber den Namen Wade Whitfield nicht mehr oder stellt zumindest die Verknüpfung nicht her.


#2 - Twinkle twinkle little star
Emily ist mit Anfang 20 noch jung aber hoch motiviert. Allerdings ist sie auch superoptimistisch und ein klein wenig naiv. Denn ihr größter Traum ist es Musikerin zu werden. So richtig beruflich. Und sie hat Talent. So viel, dass sie an Talent-Scouts gerät, die ihr das Blaue vom Himmel versprechen. Die ihr Honig ums Maul schmieren und ihr eine grandiose Zukunft voraussagen. Die kleinen Auftritte im The Low Light nutzt sie, um selbstsicherer und besser zu werden. Und um dort Musikerfreunde zu finden. Und alles könnte kaum perfekter sein, wenn da nicht plötzlich Haken auftauchen würden. Dinge, die irgendwie anders abgesprochen waren, Dinge mit denen Emily sich nie auseinander setzen musste, weil sie einfach keine Ahnung hat. Und dann ist da dieser Brummbär Wade im The Low Light und tut so, als hätte er die Weisheit mit Löffeln gefressen. Wer er ist und wer er mal war, weiß Emily nicht. Sie bewundert ihn, wie er spielt und singt, aber immer wenn er sagt sie solle aufpassen, verdreht sie nur die Augen und winkt ab.
Vllt sollte Emily auf Wade hören? Ihm zumindest zuhören. Zuhören, was die Industrie aus einem machen kann, auch wenn man es wie sie noch so sehr will. Vllt verstrickt sie sich in Probleme, die Wade kennt und auch wenn ihn das eigentlich alles nix angeht, einfach so zuschauen kann er vllt auch nicht.


#3 - The Ex-Groupie
Annie weiß ganz genau wer Wade ist. Sie war und ist immer noch Fan. Früher mal ein wenig exzessiver vllt, heute ist sie erwachsener, aber immer noch begeistert. Umso überraschter war sie, als Wade im The Low Light - ihrem Arbeitsplatz - auftauchte und spielte. Sie reisst sich nicht (mehr) die Klamotten vom Leib und schmeisst mit Schlüppis, aber sie lauscht gern, wenn er spielt und Kollegen denken, sie ist verknallt. War sie mal. Früher. Ein Star-Crush eben. Und manchmal ertappt sie sich selbst dabei, wie sie in der Bar steht und zur Salzsäule erstarrt, wenn er spielt, weil sie keine Note verpassen will. Sie bewundert ihn, will ihn aber nicht nerven. Sie will vor allem nicht, dass er denkt, sie wäre besessen von ihm. Aber so ganz los lässt er sie eben auch nicht.
Sie würde ihn gern kennenlernen, traut sich aber nicht, weil sie nicht will, dass er sie für verrückt hält. Ehrlicherweise würde sie gerne mehr von ihm erfahren, nicht nur alles rund um die Musik, sondern auch alles rund um ihn als Person, denn auch wenn Annie sonst vllt etwas tollpatschig wirkt, Empathie und Menschenkenntnis sind ihre Stärken. Und irgendwas an Wade macht sie traurig. Sie weiß nur nicht was.


Das wären jetzt so spontane Ideen, die man nach Belieben umschreiben könnte, wenn du möchtest. Es muss auch nicht zwingend auf Pairing hinauslaufen, ich bin da offen für allerlei Schandtaten.

Lieben Gruß,
Chiichii